https://www.t-online.de/mobilitaet/aktuelles/id_101135082/vw-marke-scout-kommt-erst-2028-konstruktionsfehler-bremst-us-plaene-aus.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
Desaster mit neuer Marke -
Planungsfehler kostet VW ein Vermögen
Mit der neuen Marke Scout wollte VW eine Lücke im Angebot
schließen. Doch ein gravierender Planungsfehler verzögert den
Start deutlich. In Wolfsburg wächst die Kritik am
Milliarden-Investment.
VW muss seine Ambitionen in den USA deutlich korrigieren. In
South Carolina baut der Konzern für bis zu drei Milliarden Dollar
eine Fabrik für die Marke Scout. Doch die neuen Autos kommen
deutlich später als geplant. Nach Informationen des "Spiegel"
verschiebt sich der Marktstart auf den Sommer 2028.
An den Kunden
vorbeigeplant
Wichtigster Grund für die Verzögerung ist ein
Konstruktionsfehler: Ursprünglich war Scout als reine
Elektro-Marke geplant. Aber das kommt bei den US-Kunden nicht gut
an. Um deren Reichweitenwünsche zu erfüllensollen die Modelle
nun einen Verbrennungsmotor als Generator bekommen. Da im
Vorderwagen der Platz fehltmüssen die Entwickler wichtige Teile
des Antriebs nachträglich im Heck unterbringen. Das ist sehr
aufwendig. Und sehr teuer.
Die ohnehin teure Umplanung zerstört außerdem den Zeitplan. Ein
Jahr lang entstehen Kosten für Hunderte Mitarbeiterohne dass
Geld in die Kasse kommt. VW lehnte eine Stellungnahme zu der
Verspätung auf Anfrage ab.
Das alte Problem ist wieder
da
Zusätzlich leidet das Projekt wie so oft bei VW unter
Software-Problemen.
Für den Partner Riviander die Lösung dieser Probleme sein
solltehat das Projekt keine Priorität. Nun muss die hauseigene
Software-Einheit Cariad einspringen. Damit bleibt der Konzern
trotz hoher Zahlungen an externe Partner von seiner eigenen,
krisenanfälligen Abteilung abhängig.
Konflikt mit dem Sparkurs in Deutschland
In der Zentrale in Wofsburg führt das Projekt zu Unmut. Während
Milliarden in den USA gebunden sindtreibt Konzernchef Oliver
Blume in Deutschland einen harten Sparkurs voran.
Werkschließungen in der Heimat stehen zur Debatte. Mancher kritisiert das teure Risiko in South
Carolinawährend die Nachfrage nach Elektro-Trucks in den USA
stagniert.
Veränderte Regeln unter
Trump
Zudem haben sich die politischen Vorzeichen geändert. Unter
US-Präsident Donald Trump entfallen Kaufprämien für Elektroautos,
während Strafen für Verbrennungsmotoren gesenkt wurden.
Oliver Blume steht nun unter Druck: Er muss rechtfertigenwarum VW Milliarden in
eine Fabrik investiertderen Konzept nicht mehr zur aktuellen
Marktlage passtwährend er in Deutschland den Rotstift
ansetzt.
Der teure Glanz einer alten
Legende
Dass VW trotz der technischen Hürden an dem Projekt festhälthat
einen tieferen Grund: Der Name Scout ist in den USA fest im
Gedächtnis verankert. Er steht für eine Zeitin der Geländewagen
noch einfacheunverwüstliche Werkzeuge waren.
Von 1960 bis 1980 baute der Hersteller International Harvester
aus Chicago den originalen Scout. Er war die Antwort auf den Jeep
und den frühen Ford Bronco – ein kantiges Auto für Farmer und
Abenteurer. Als das Unternehmen 1985 zerschlagen wurde,
verschwand der Name fast völlig von der Bildfläche.
Der Zufallsfund im Konzernregal
Dass VW heute über diese Marke verfügen kannliegt an einem
milliardenschweren Zukauf. Die Nutzfahrzeugtochter Traton
übernahm vor wenigen Jahren den US-Lkw-Bauer Navistar – und mit
ihm das gesamte Archiv von International Harvester.
In Wolfsburg sah man darin einen genialen Schachzug: Mit dem
vertrauten Namen wollte man sich den Zugang zum US-Markt
erkaufen. Doch die aktuelle Krise zeigt: Ein traditionsreicher
Name allein baut noch kein fertiges Auto. Das Erbe aus Chicago
droht nun in South Carolina zur teuren Last zu werden.
Quelle:
https://www.t-online.de/mobilitaet/aktuelles/id_101135082/vw-marke-scout-kommt-erst-2028-konstruktionsfehler-bremst-us-plaene-aus.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
Reserche mittels KI: die Verzögerung beim klugen Schwenk auf
Range Extender kostet wieviel? Rund 1-1,45 Milliarden ZUM
ursprünglichen Budget zusätzlich.....
Der berichtete Verzug beim
US-Marktstart von Scout Motors und die damit verbundenen
Kostensteigerungen belaufen sich nach aktuellen Berichten auf
rund 1 Milliarde US-Dollar zusätzlich zum ursprünglichen Budget.
Während Volkswagen offiziell weiterhin am Ziel festhältdie
Produktion 2027 zu startenberichten Medien über eine
Verschiebung auf Sommer 2028.
Kostenentwicklung und Budgetüberschreitungen
Das Projekt für die neue Marke und das dazugehörige Werk in
BlythewoodSouth Carolinaist deutlich teurer geworden als
ursprünglich geplant:
- Gesamtkosten: Die geschätzten Kosten für
die Fertigungsstätte sind von ursprünglich 2 Milliarden Dollar
auf über 3 Milliarden Dollar gestiegen.
- Zusatzinvestitionen: Etwa 300 Millionen
Dollar entfallen auf die Entwicklung eines Zuliefererparks.
Weitere 150 Millionen Dollar an Mehrkosten werden laut dem
Handelsblatt auf Verzögerungen bei Genehmigungen und
witterungsbedingte Probleme (starke Regenfälle) zurückgeführt.
- Sparvorgaben: Konzernchef Oliver Blume hat
zudem eine Kürzung der Kosten um 20 % für alle Bereiche
angeordnetwas den Fortschritt des 3-Milliarden-Dollar-Projekts
zusätzlich bremsen könnte.
Gründe für die mögliche Verzögerung
Obwohl Scout Motors Berichte über eine Verschiebung auf 2028
dementiert und weiterhin das Jahr 2027 als Ziel angibtnennen
Branchenberichte (u. a. Der Spiegel) folgende Hürden:
-
Software-Herausforderungen:Es gibt
erhebliche Schwierigkeiten bei der Softwareintegration für den
geplanten elektrischen Antriebsstrang mit
Reichweitenverlängerer (Range Extender).
- Technische Komplexität: Die Integration
eines Verbrennungsmotors im Heck der Modelle Scout Traveler und
Scout Terra erweist sich als technisch anspruchsvoll.
- Marktanpassung: Aufgrund der nachlassenden
Nachfrage nach reinen Elektroautos in den USA überdenkt die Marke
ihre Strategie und setzt verstärkt auf Modelle mit
Reichweitenverlängerer.
Wirtschaftliche Bedeutung für
VW
Die Verzögerung ist für VW kritisch,
da der Konzern in den USA Marktanteile zurückgewinnen
will.
Das Werk ist auf eine Kapazität
von 250.000 Fahrzeugen pro Jahr ausgelegt - was weit über dem
aktuellen Bedarf liegt - und bei einem verspäteten Start die
Rentabilität des Milliardenprojektsweiter nach hinten
verschiebt.